Fleckvieh Info

Fleckvieh
- Eine Erfolgsstory geht um die Welt –

 

GESCHICHTE DER RASSE

 

1870

Import von gelbfarbenen Bullen aus dem Schweizer Simmental und Einkreuzungauf lokale rot-weiß gefleckte österreichische Rinder (”Fleckvieh”). Das Resultat ist eine mittelrahmige, sehr robuste Rasse in unterschiedlichen Farbschlägen und -zeichnungen - diese haben keinen Einfluss auf Nutzungsrichtung oder genetische Eigenschaften.

1894

Gründung des ersten österreichischen Fleckviehzuchtverbandes.

Bis 1950

Zuchtziel war Milch, Fleisch und Arbeit (mit besten Fitnesseigenschaften und einem sehr ruhigen Temperament = Basis für “balanced breeding”)

Ab 1975 Verstärktes Augenmerk auf Milch und Fitness unter Beibehaltung der Fleischleistung.

1997

Einführung des Gesamtzuchtwertes als ausgewogenes Zuchtziel für Milch, Fleisch und Fitness.

2000

Erarbeitung des Zuchtprogramms der AGÖF

2009

Erstmalige Veröffentlichung von Gesundheitszuchtwerten für die Merkmale Mastitis, Fruchtbarkeitsstörungen und Milchfieber

2011

Mit August erreicht die genomische Zuchtwertschätzung beim Fleckvieh offiziellen Status.

 

AKTUELL

Das Fleckvieh hat mit 1,5 Mio. Tieren die größte Verbreitung in Österreich und findet sowohl in den alpinen Bergregionen als auch im Tiefland des Ostens Verwendung.

Man findet Fleckvieh heute sowohl in intensiv und extensiv genutzten und großstrukturierten Betrieben in Europa und Nordamerika, Australien oder Südamerika als auch in Ländern, wo Rinder in Kleinstbetrieben beitragen, das tägliche Überleben ihrer Besitzer zu garantieren.

Bei entsprechendem Management ist die Milchleistung mit der von reinen Milchrassen vergleichbar, wobei auf die Beibehaltung der guten Fleischleistung geachtet wird. Besonderer Wert wird auf die Fitnessmerkmale, Fruchtbarkeit, Nutzungsdauer, Kalbeverlauf, Kälbervitalität, Zellzahl und Persistenz gelegt. Ebenso wichtig sind die Exterieur- und Eutermerkmale.

Ein hoher Anteil des Jungviehs wird gealpt, was sich positiv auf Gesundheit und Langlebigkeit der Fleckviehtiere auswirkt.

Zuchtziel:

Milch 38 %

Fleisch 18 %

Fitness 44 %

Demographie:

Population: 1.484.237

Herdebuchkühe:288.319

Herden: 15.345

Rasseanteil in Österreich: 76 % (7,1 % der Kühe gealpt)

Charakteristik:

Gewicht: Durchschnitt 725 kg

Kreuzhöhe: 140 - 150 cm

Erstabkalbung (Monate): 29,8

Nutzungsdauer (Jahre): 3,8

Produktion:

Milchmenge: über 6.000 kg in der 1. Lakt., 7.000 - 9.000 kg in späterer Laktation

Fett: 4,2 %

Eiweiß: 3,7 %

Milchleistung 2015 (aller Kühe): 7.220 kg - 4,15 % F - 3,40 % E (305 Tage)

Fleischleistung:

Herdebuchkühe: 4.238

Herden: 562

Eigenleistungsprüfstation: 1.469 g

Ausschlachtung: ca. 57,2 %

Versteigerungen: 1.371 g

EUROP-Handelsklasse E und U: > 85,7 %

Nutzungsrichtungen:

Als milchbetonte oder fleischbetonte Doppelnutzungsrasse, ausgezeichneter Kreuzungspartner in der Mutterkuhhaltung und Fleischproduktion, Gebrauchskreuzung für Milchproduktion, Anpassungsfähigkeit an alle Produktions- und Klimabedingungen, Fruchtbarkeit, Langlebigkeit, Weide- und Laufstalltauglichkeit.

Fleckviehkühe haben ein enormes Entwicklungspotential und erreichen dank hoher Nutzungsdauer ihre Höchstleistungen oft in höherer Laktation. Der hohe Altkuherlös und die ausgezeichnete Mastleistung der männlichen Nachkommen bringen zusätzliches Einkommen.

Garantie für hohe Wirtschaftlichkeit:

Gute Fruchtbarkeit: NR-Rate: 70 %

Zwischenkalbezeit: 392 Tage

Niedrige Remontierungsrate: 21 %

Niedrige Zellzahl

Leichtkalbigkeit: 95,3 %
Lebendgeburten: 96 %

... mit hervorragender Fleischleistung!

Durch konsequente Selektion auf hohe tägliche Zunahmen und Ausschlachtungsergebnisse sowie Leichtkalbigkeit ist Fleckvieh heute eine der führenden Rassen in der Rindfleischproduktion geworden, sowohl in der Rein- als auch in der Kreuzungszucht.

Inzwischen gibt es auch ein gutes Angebot an genetisch hornlosen Fleckviehstieren. Die verlässliche Milchleistung der Fleckviehkuh garantiert hohe Zuwächse beim Kalb auch unter schwierigen Futterbedingungen. Außerdem sind die Tageszunahmen ausgezeichnet, welche mit reinen Fleischrassen vergleichbar sind.

 

!!Österreichisches FLECKVIEH eine unkomplizierte, milchbetonte Doppelnutzungsrasse!!