Fleischrinder

In Österreich werden derzeit 23 Rinderrassen für die im Zuchtprogramm die Erhebung verschiedener Fleischleistungsmerkmale als Leistungsmerkmal bei lebenden Rindern vorgesehen ist, betreut.Insgesamt werden in Österreich rund 1,85 Millionen Rindergehalten, davon sind 185. 000 Mutterkühe.

Diese Rassen sind im Zuchtprogramm der Fleischrinder Austria enthalten: Angus, Aubrac, Blonde d‘Aquitaine, Charolais, Dexter, Ennstaler Bergschecken, Fleckvieh Fleisch/Beef Simmental, Galloway, Kärntner Blondvieh, Limousin, Murbodner, OriginalBraunvieh, Pinzgauaer, Piemonteser, Pustertaler Spinzen, Salers, Schottisches Hochlandrind, Tiroler Grauvieh, Tux-Zillertaler, Wagyu, Waldviertler Blondvieh, Weiß-Blaue Belgier, Zwerg Zebu.

FLEISCHRINDER AUSTRIA - Vie(h)lfalt unter einem Dach!
Widerstandsfähig - Produktiv - Robust

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Die Fleischrinder aus Österreich zeichnen sich durch ihre robuste Gesundheit und hohe Fleischqualität aus

Allgemeines

Fleischrinderrassen bis zu extensiven Robust-Rassen reicht das Spektrum der österreichischen Fleischrinderzucht. Sowohl in der Mutterkuhhaltung als auch in der Gebrauchskreuzung in Milchviehbetrieben werden Fleischrinder eingesetzt. Sie sind eine der wichtigsten Säulen für eine naturnahe, klimafitte und effiziente Rindfleischproduktion.

Das zeichnet unsere Fleischrinder aus:

  • Der richtige Typ für alle Produktionsformen der Mutterkuhhaltung

  • Bestens geeignet für die Gebrauchskreuzung mit Milchvieh

  • Ruhiger, gutmütiger Charakter

  • Ideale Muttereigenschaften

  • Vitale Kälber

  • Gute Fitnesseigenschaften

  • Gute Grundfutterverwertung, gute Zuwachsleistungen

  • Hohe Ausschlachtung, beste Fleischqualität
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Muskelmasse

Fleischrinder zeichnen sich durch eine gut entwickelte Muskulatur aus. Der Körperbau von Fleischrindern ist in der Regel massiver und muskulöser. Die Tiere haben oft breite Brustmuskeln und kräftige Hinterhandmuskeln. Dies trägt zu einem höheren Fleischanteil und besserer Fleischqualität bei.

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Fleischqualität

Fleischrinder werden auf die Produktion von hochwertigem Fleisch mit guter Marmorierung und zartem Muskelfleisch gezüchtet. Einige Fleischrassen sind darauf ausgelegt, effizient Futter in Fleisch umzuwandeln. Dies trägt dazu bei, dass die Tiere schnell an Gewicht zunehmen.

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Anpassungsfähigkeit

Viele Fleischrinder sind an verschiedene Klimazonen und Weidebedingungen angepasst. Sie können in verschiedenen Umgebungen gedeihen.

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GS MATADOR Pp* - Ein Vertreter der Rasse Limousin

Von Österreich in die ganze Welt

Die Leistungsprüfung bei Fleischrindern beinhaltet Gewichtsmessungen, die Aufzeichnung des Kalbeverlaufs, Fruchtbarkeitskennzahlen und Bewertungen. Die gesammelten Daten werden jährlich analysiert. Jeder Betrieb erhält das Betriebsergebnis in Form eines Jahresberichts. Zudem werden die Ergebnisse nach den einzelnen Rassen veröffentlicht und können im Zuchtbericht nachgelesen werden.

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen die herausragendsten Produkte, die den Markt mit ihrer außergewöhnlichen Qualität, Innovation und überragenden Leistung erobert haben. Wir sind zuversichtlich, dass Sie die passende Auswahl für Ihre Bedürfnisse finden und Ihre Erwartungen übertreffen werden. Entdecken Sie Exzellenz in jeder Auswahl!


Weitere Rassen

Rassenkennzeichen
Das Angus Rind ist mittelrahmig, schwarz oder rot, kurzbeinig und tiefrumpfig. Der Rumpf ist walzenförmig und hat eine ausgesprochene Rechteckform. Das Brustbein tritt deutlich zwischen den Vorderbeinen hervor. Der Kopf ist klein und kurz, die Rasse ist genetisch hornlos.

Nutzungsrichtung
Das Angus Rind verfügt über eine hohe Schlachtausbeute, feinfaseriges, gut marmoriertes Fleisch sowie die rassetypische gelbe Farbe des Fettes. Diese Rasse ist frühreif, leichtkalbig und verfügt über eine gute Aufzuchtleistung. Zusätzlich sind Tiere dieser Rasse robust gegenüber rauen Witterungsverhältnissen und ausgesprochen gutmütig, friedfertig, anspruchslos und anpassungsfähig.

Herkunft und Entwicklung
Die Rasse Angus hat ihren Namen von ihren Urpsrungsgebieten an der nordöstlichen Küste Schottlands. In den Grafschaften Angus und Aberdeen wurden bereits im 16. Jahrhundert hornlose Rinder beschrieben. In dieser Gegend herrschten trotz der etwas rauheren Topografie ein gutes Klima und gute Weidebedingungen. Ausgrabungen und Höhlenmalereien lassen darauf schließen, dass die Hornlosigkeit noch viel weiter zurück reicht.

Der Beginn der gezielten Zucht von Angus liegt im 18. Jahrhundert, 1862 wurde das erste Herdebuch gegründet und schon 1872 wurden die ersten Tiere in die USA exportiert. In Nordamerika wurde die Rasse dann auch auf mehr Rahmen gezüchtet. In Deutschland entstand ab der 1950er Jahre durch Kreuzung mit einheimischen Zweinutzungsrassen (Gelbvieh, Fleckvieh, Schwarzbunte) die Rasse „Deutsch-Angus“. Die österreichische Anguszucht startete in den 80er Jahren mit dem Import von Tieren aus Groß Britannien, Deutschland und auch Kanada.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 17.000 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,9%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

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Foto: OÖ Besamungsstation GmbH / Lustenberger natural pictures

Rassenkennzeichen
Das Aubrac Rind ist mittelrahmig, gut bemuskelt und gelb bis dunkel rotbraun. Die Stiere sind an Kopf, Hals und Vorderbeinen dunkler pigmentiert bis fast schwarz. Das Flotzmaul ist dunkel und dessen Umgebung hell behaart. Die Schwanzquaste ist schwarz und die Hörner sind ausladend hell mit schwarzer Spitze.

Nutzungsrichtung
Diese Rasse gehört zu den fleischbetonten Zweinutzungsrindern. Außerdem ist diese Rasse widerstandsfähig und langlebig.

Herkunft und Entwicklung
Die Robustrasse stammt aus Auvergne im Französischen Zentralmassiv. Die Geschichte der Rasse kann bis 1600 zurückverfolgt werden, auf die Rinder eines Benediktinerklosters, außerdem wird über die Einkreuzung von Braunvieh im 19. Jahrhundert berichtet. Das Herdebuch geht auf das Jahr 1893 zurück. Aus der ehemaligen Dreinutzungsrasse ist ein Fleischrind geworden, das in Frankreich vor allem als Mutterrasse für die Gebrauchskreuzung bekannt ist.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 2.500 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,1%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

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Foto: geneticAUSTRIA GmbH / Shutterstock

Rassenkennzeichen
Diese Rinderrasse ist einfarbig hell bis weizenfarbig, großrahmig, außerordentlich lang. Es treten Aufhellungen um Augen und Flotzmaul und die Unterseite des Rumpfes auf, außerdem ist der untere Teil der Beine heller. Das Flotzmaul und die Schleimhäute sind rosa. Die Tiere sind in allen fleischtragenden Partien sehr gut bemuskelt und verfügen über ein feines Fundament und eine dünne Haut. Die Hörner sind wachsgelb mit dunklen Spitzen.

Nutzungsrichtung
Beim Blonde d’Aquitaine Rind handelt es sich um eine Fleischrasse mit gutem Fleischbildungsvermögen sowie einem geringen Fettansatz. Tiere dieser Rasse sind anspruchslos, robust, anpassungsfähig, langlebig und unempfindlich gegen extreme Temperaturen und hohe Niederschläge.

Herkunft und Entwicklung
Die Rasse Blonde d’Aquitaine stammt aus Südwestfrankreich – dort wurden 1962 die drei Blondviehstämme Garonnaise, Quercy und Blonde des Pyrenees zusammengefasst in dem Herdebuch für Blonde d’Aquitaine. Erst durch die Selektionsphase auf Fleischleistung nach dem 2. Weltkrieg vorangetrieben und durch die zunehmende Beeinflussung der künstlichen Besamung sowie der sich ausdehnenden Nachkommensprüfungen auf Mast- und Schlachtleistung wurde die heutige Rasse Blonde d’Aquitaine selektiert.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 6.000 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,3%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

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Foto: GENOSTAR Rinderbesamung GmbH / HaKa

Rassenkennzeichen
Das Charolais Rind ist ein behorntes, weiß bis cremefarbenes, großrahmiges Fleischrind mit viel Tiefe und Breite des Körpers. Es hat ein rosa Flotzmaul, helle Klauen und einen kurzen, breiten Kopf. Tiere dieser Rasse sind durch ihre stark bemuskelte Schulter, Lende und Keule sowie durch ihr kräftiges Fundament gekennzeichnet.

Nutzungsrichtung
Diese Fleischrasse verfügt über eine gute Fleischqualität, eine geringe Verfettungsneigung, sowie eine hohe Schlachtausbeute und eine ausgezeichnete Fleischfülle, insbesondere der wertvollen Teilstücke. Aufgrund der späten Schlachtreife sind diese Tiere gut für die Mast auf hohe Endgewichte geeignet. Außerdem eignet sich diese Rasse gut für Gebrauchskreuzungen.

Herkunft und Entwicklung
Ihren Namen hat die Rasse vom Ort Charolles in der Region Burgund in Südwest-Frankreich, wo schon im Jahr 878 von der weißen Landrasse berichtet worden sein soll. 1773 nahm ein Landwirt seine Kühe von dort mit ins etwas mehr als 100 km entfernte Nievre und dort haben sich die Tiere schnell verbreitet. Sie wurden unter dem Namen „Nievemais Rinder“ bekannt wurden. Im 19. Jahrhundert wurden weiße Shorthorn eingekreuzt in weiterer Folge begann 1840 ein Graf in der Region Nievre mit der gezielten Zucht und gründete 1864 ein Herdebuch. 1882 wurde in Charolles ebenfalls ein Herdebuch gegründet. 1919 kam es zur Vereinigung der beiden Organisationen. Die Rasse wurde schon früh auf Größe und Bemuskelung gezüchtet.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 20.000 Tiere
Rassenanteil in Österreich 1,1%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

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Foto: GENOSTAR Rinderbesamung GmbH / HaKa

Rassenkennzeichen
Dexter ist ein extrem kleines Rind mit einem breiten, tiefen Rumpf. Es hat sehr kurze Beine mit auffallend starker Winkelung der Hinterbeine und einer stark bemuskelten Hinterhand. Gewöhnlich sind Tiere dieser Rasse schwarz, gelegentlich gibt es auch rote oder graubraune Tiere. Weiße Flecken können manchmal an Euter bzw. Scrotum auftreten. Bei Kühen sind die Hörner nach oben gerichtet.

Nutzungsrichtung
Dexter ist eine Zweinutzungsrasse mit Fleisch als Hauptnutzung und untergeordnet Milch. Für ihre Größe erreichen die Tiere jedoch eine erstaunliche Milchleistung von durchschnittlich 2.500 kg/Jahr bei 4,3% Fett. Diese Rasse ist anspruchslos und langlebig.

Herkunft und Entwicklung
Die Rasse wurde von Mr. Dexter im 19. Jahrhundert in der irischen Grafschaft Kerry durch Kreuzung von Bergrindern mit einer kleinen Milchviehrasse gezüchtet. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wäre die Rasse beinahe ausgestorben. Mittlerweile wird sie weltweit gezüchtet.

Dexter zeichnen sich durch gute Fruchtbarkeit, problemloses Abkalben sowie genügend Milch zur Aufzucht der Kälber aus. Sie sind robust, widerstandsfähig und haben ein ruhiges Temperament sowie einen gutmütigen Charakter. Durch ihre geringe Größe und ihr geringes Gewicht sind sie besonders für die Landschaftspflege sowie für die Haltung auf extremen Standorten geeignet.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 300 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,02%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

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Foto: geneticAUSTRIA GmbH / Shutterstock

Rassenkennzeichen
Ennstaler Bergschecken sind zierliche, leichte Rinder mit fuchsroter Grundfarbe und typisch weißen, klein gescheckten Abzeichen. Kopf, Hals, Nacken, Beine und Rumpfunterseite sind überwiegend weiß und am Übergang zum pigmentierten Bereich am Körper gesprenkelt. Die Ohren sind meist rotfarben, Hörner und Klauen gelb und das Flotzmaul hellrosa. Die Wamme ist bei dieser Rasse schwach ausgebildet.

Nutzungsrichtung
Ennstaler Bergschecken zählen zu den Zweinutzungstypen und werden sowohl für die Milch- als auch für die Fleischproduktion gezüchtet und gehalten. Frühreife, gute Fruchtbarkeit, hervorragende Fleischqualität und zufriedenstellende Milchleistung lassen die Bergschecken besonders für die Mutterkuhhaltung auf extensiven Standorten als gut geeignet erscheinen.

Herkunft und Entwicklung
Die Ennstaler Bergschecken dürften nach derzeitigem wissenschaftlichem Stand auf keltische Rinder zurückgehen und sind eine autochthone, österreichische Rinderrasse. Ursprünglich wurden sie als Bergschecke, Bergrasse oder steirische Schecke bezeichnet, in Oberösterreich auch als Kampete und in Niederösterreich als Helmete. Die Bergschecken waren im 18. und 19. Jahrhundert für ihre Fleischqualität bekannt, Mastochsen waren in Oberösterreich beliebt. Auch im benachbarten Ausland und sogar in England wurden die Tiere nachgefragt. Die Bergschecken wurden jedoch zunehmend von anderen Rassen verdrängt und am Ende blieben die obersteirischen Bezirke Murau und Liezen als Zuchtgebiet übrig. In den 90ern gab es nur mehr vier nicht miteinander verwandte Bestände – diese bildeten die Grundlage für das Generhaltungsprogramm, das 1992 gestartet wurde.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 2.000 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,1%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

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Foto: Fleischrinder Austria / HaKa

Rassenkennzeichen
Die optimale Fleckvieh Fleischkuh ist mittel- bis großrahmig, dabei lang, breit und tief und hat eine starke Vorhand und weist eine starke Bemuskelung auf. Das Becken ist breit und leicht abfallend. Fleckvieh-Simmentaltiere haben trockene, in der Stärke zum Körperbau passende Gliedmaßen mit festen Klauen. Die Fellfarbe ist hellgelb bis dunkelrot auf weißem Grund. Die Farbe variiert ebenso wie die Scheckung von gefleckt bis gedeckt. Das Flotzmaul ist rosa gefärbt, Klauen und Hornspitzen sind hell gefärbt. Der Kopf ist meist weiß, oder überwiegend weiß und oft ein- oder beidseitig mit Augenflecken versehen.

Nutzungsrichtung
Die Kühe weisen funktionale Euter und beste Muttereigenschaften auf. Sie zeichnen sich durch sehr gute Fruchtbarkeit, leichte Geburten, Anpassungsfähigkeit und Umgänglichkeit aus. Die hohe Milchleistung garantiert hohe Absetzgewichte. Bei der Mast werden durch das hohe Grundfutteraufnahmevermögen sehr gute Zunahmen und hohe Endgewichte erreicht. Die ausgeprägte Bemuskelung und die geringe Verfettung sorgen für marktgerechte Schlachtkörper. Die Genetische Hornlosigkeit ist ein wichtiges Zuchtziel. Gehörnte Stiere werden immer wieder zur Blutauffrischung genutzt.

Herkunft und Entwicklung
Die Rasse Fleckvieh hat ihren Urpsrung im Berner Oberland – die Geschichte der international als Simmental bekannten Rasse kann mehr als 1000 Jahre zurück verfolgt werden. Der Beginn der Zucht wird im 13. Jahrhundert in einem Kloster in Einsiedel angenommen. Das erste Herdebuch wurde 1806 in Bern gegründet. Schon im 14. Jhdt. wird von Exporten nach Italien berichtet. Im 19. Jahrhundert fand die Rasse sowohl in Europa als auch in Nord- und Südamerika ihre Verbreitung. Heute gibt es weltweit mehr als 40 Millionen Tiere der Rasse.

In der Schweiz wird mittlerweile zwischen Simmental und Swiss-Fleckvieh unterschieden. Während die Rasse in der Schweiz, Österreich und Süddeutschland vor allem als Doppelnutzungsrasse in der Milchproduktion Verwendung findet, hat sie sich in vielen anderen Ländern (insbesondere am amerikanischen Kontintent, Australien, Neuseeland, aber auch in europäischen Ländern wie Dänemark, Irland oder Großbritannien) als Mutterkuhrasse etabliert. In Österreich wurde Ende der 80er mit der Zucht von Fleckvieh Fleisch begonnen. Die genetische Hornlosigkeit ist in der Population verbreitet.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 1,4 Mio. Tiere
Rassenanteil in Österreich 75%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

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Foto: OÖ Besamungsstation GmbH / KeLeKi

Rassenkennzeichen
Das Galloway Rind steht in kleinem bis mittlerem Rahmen und das Haar ist lang, weich und wellig mit dichtem Unterhaar. Es kommt in den Farben schwarz, dun (blond- silber) belted (genannten Farben mit einem weißen Bauchring) oder weiß vor. Diese Rasse ist durch einen kurzen, breiten Kopf, mittellange, breite fransige Ohren, einem mittellangen Hals, kantige und hohe Schultern sowie einer vollen tiefen Brust gekennzeichnet. Die Hinterkeulen sollen vollfleischig sein, runde Hinterkeulen sind jedoch unerwünscht. Tiere dieser Rasse sind genetisch hornlos.

Nutzungsrichtung
Dieses Fleischrind zeichnet sich durch sein zartes und marmoriertes Fleisch von guter Qualität aus. Es ist anspruchslos in Futter und Haltung, Widerstandsfähig, friedfertig, fügsam und verfügt über ein ruhiges Temperament. Da es im Verhältnis zum Körpergewicht großflächige Klauen hat, ist es gut für sumpfiges Gelände und daher für die Landschaftspflege geeignet. Vor allem im Ursprungsland ist die Kreuzung von Galloway- Kühen mit Shorthorn- Stieren (sogenannte Blue Greys) beliebt.

Herkunft und Entwicklung
Die Galloways gelten als die älteste Rinderrasse Großbritanniens – erste Erwähnungen datieren um 1570. Sie stammen aus der gleichnamigen Region in Südwestschottland, von eher unwirtlichen Standorten und dementsprechend verlief die Selektion auch Richtung Robustrasse. Bei einem Brand im Jahr 1851 im Landwirtschaftsmuseum in Edinburgh wurden alle Aufzeichnungen und Abstammungen zur Rasse vernichtet. 1878 wurde ein eigenes Herdebuch für die Rasse gegründet. Schon 1853 wurden Galloway nach Nordamerika exportiert. Nach Österreich kamen die Galloways in den 1980er Jahren. Vor allem in Schottland und Nordengland ist die Kreuzung von Galloway -Kühen mit meistens weißen Shorthornstieren populär und wird als „Blue Grey“ bezeichnet.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 6.000 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,3%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

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Foto: geneticAUSTRIA GmbH / Shutterstock

Rassenkennzeichen
Das Kärntner Blondvieh ist ein mittelrahmiges Rind mit langem Kopf und feinem Knochenbau. Charakteristisch ist eine lange Mittelhand und eine nicht zu starke Hinterhand (kein Doppellender) die einfärbige nahezu weiße bis dunkelblonde Haarfarbe, sowie die hell dunkelblonde Haarfarbe, sowie die hell pigmentierten Schleimhäute und das einfärbig lederfarbige Flotzmaul. Die Klauen und Hörner sind wachsgelb.

Nutzungsrichtung
Das Kärntner Blondvieh ist ein Zweinutzungsrind mit der Hauptnutzung Fleisch, Milch untergeordnet. Heute wird es vor allem als Mutterkuh geschätzt. Die wenigen Kühe, die noch unter Milchleistung stehen, zeigen mit einer Leistung von mehr als 5.000 kg Milch je Laktation die weiter vorhandene Eignung zur Doppelnutzung. Die weiblichen Nachkommen werden Großteils als Zuchttiere nachgezogen, männliche Tiere, die nicht für die Zucht geeignet sind, werden meist als Einsteller oder direkt vom Bauernhof vermarktet. Die hohe Qualität und die Güte des Fleisches ist mittlerweile wieder bekannt und wird stark nachgefragt.

Herkunft und Entwicklung
Es gibt nur wenige wissenschaftliche Arbeiten über das Kärntner Blondvieh, jedoch widersprechen sich alle in ihren Informationen über die Entstehung und Entwicklung. Ein Grund dafür kann sein, dass es für gleiche Schläge mit leichten Farbabweichungen, aber gleicher Nutzungsrichtung unterschiedliche Bezeichnungen gab. Dr. Adolf Gstirner sieht das Blondvieh als Abkömmling des einfarbigen Slawen Viehs, das mit den Slawen nach Kärnten kam. Deutsche Kolonisten brachten aus Franken Rotvieh und rot geflecktes Vieh. Die Kreuzung ergab das Blondvieh. Diese Entwicklung beweist Dr. Gstirner mit Hilfe von Informationen, die im Archiv des Stiftes St. Lamprecht erhalten sind. Als es nach einer vorübergehenden Auflösung wiedererrichtet wurde, musste ein neuer Viehbestand beschaffen werden. Die Tiere kamen nach Mariahof, wo sich der landwirtschaftliche Betrieb des Stiftes befand. Daraus ergab sich der Name „Mariahofer“. Durch den Viehhandel verbreiteten sich die Tiere und so wurde die Bezeichnung „Mariahofer“ im Flussgebiet der Gurk und die Bezeichnung „Lavanttaler“ im Flussgebiet der Lavant üblich. Jedoch hatte man das Bedürfnis für diese einheitliche Rasse auch eine einheitliche Bezeichnung zu finden. Mit der Sitzung des Zentralausschuss der Kärntner Landwirtschaftsgesellschaft am 6. März 1890 wurde die Bezeichnung „Kärntner Blondvieh“ beschlossen.

In dieser Sitzung wurde nicht nur der Taufakt für das „Blondvieh“ vollzogen, sondern erst ab dieser Zeit kann von einer planmäßigen, züchterischen Bearbeitung und Förderung dieses Viehschlages gesprochen werden, die in gleichen Vorschriften für die Beurteilung bei Körungen, Tierschauen und Prämiierungen zum Ausdruck kommt. Am 25. März 1924 wurde der „Kärntner-Landes-Blondvieh-Zuchtverband“ gegründet. Doch erst 1938 kam es zur Zusammenlegung dieses Verbandes mit dem schon 1911 gegründeten „Verband der Maierhofer Viehzuchtgenossenschaft in Obersteiermark“ zum „Blondviehzuchtverband Südmark“, der nach dem 2. Weltkrieg den Namen „Blondviehzuchtverband Kärnten-Steiermark“ führte. Erst dieser Vorgang führte zu einer völligen Verschmelzung des kärntnerischen und steirischen Zuchtgebietes und beschleunigt durch die zentralen Absatzveranstaltungen, die Vereinheitlichung der Zuchtbestände.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 4.000 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,23%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

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Foto: geneticAUSTRIA GmbH / Shutterstock

Rassenkennzeichen
Das Limousin Rind ist ein mittel- bis großrahmiges Fleischrind in Rechteckform. Das Haarkleid ist einfarbig rotbraun mit Aufhellungen in der Umgebung der Augen und des Flotzmaules sowie des unteren Teils der Brust. Stiere sind dunkler als Kühe. Das Flotzmaul ist rosa und der Kopf dieser Tiere ist relativ klein. Ein weiteres Kennzeichen dieser Rasse ist die starke Bemuskelung aller fleischtragenden Körperteile sowie ein feiner Knochenbau. Die Hörner und Klauen sind hell.

Nutzungsrichtung
Tiere dieser Rasse werden fast ausschließlich als Fleischrinder gehalten. Die Masttiere weisen hohe tägliche Zunahmen, einen hohen Ausschlachtungsgrad, starke Bemuskelung speziell der Keulenpartie und eine geringe Verfettungsneigung auf. Das Fleisch ist zart und feinfaserig. Stiere der Rasse Limousin eignen sich gut als Kreuzungspartner.

Herkunft und Entwicklung
Die Rasse Limousin, ursprünglich eine Arbeitsrasse, kommt aus dem Massif Central, einer Region in der Mitte Frankreichs mit rauem Klima. Die organisierte Zucht begann um 1860, ursprünglich lag das Hauptaugenmerk auf der Zugtauglichkeit in Kombination mit Fleischleistung. 1886 wurde das erste Herdebuch gegründet, um 1900 wurde der Fokus dann auf das Fleisch gelegt, was Limousin zu einer durchgezüchteten Fleischrinderrasse macht. In den 1960er Jahren wurde die Rasse auch in Amerika etabliert, in den 1970ern kamen die ersten Limousin nach Österreich.

Ein Vorteil der Rasse sind leichte Abkalbungen. Trotz stets gezeigter Fleischfülle besitzt dieses Rind einen feinen Knochenbau, die Partien wertvoller Fleischstücke sind deutlich ausgeprägt. Der Limousinstier findet häufig Verwendung in der Gebrauchskreuzung. In der Mutterkuhhaltung bringt der Limousin wüchsige, mit guter Fleischfülle an Rücken und Keule ausgestattete, meist dunkelfarbige Kälber.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 33.000 Tiere
Rassenanteil in Österreich 1,8%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

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Foto: GENOSTAR Rinderbesamung GmbH / G. Moy

Rassenkennzeichen
Das Murbodner Rind gehört in die Gruppe der einfarbig hellen Höhenviehrassen. Sie sind gut mittelrahmige fleischbetonte Tiere. Die Grundfarbe ist semmelgelb bis fuchsrot, wobei nicht selten eine Talerzeichnung vorkommt. Das Flotzmaul ist schwarz mit heller Schnippe, auch „Herzl“ genannt. Die Umgebung des Flotzmaules und der Augen ist ebenso wie die unteren Beinpartien etwas aufgehellt. Hornspitzen und Schwanzquaste sind dunkel bis schwarzgrau. Die Klauen sind ebenfalls dunkel pigmentiert, sehr hart und widerstandsfähig. Stiere sind meist insgesamt etwas dunkler und im Bereich der Halspartie schwarz angeraucht.

Nutzungsrichtung
Das Murbodner Rind ist ein fleischbetontes Zweinutzungsrind. Die nachhaltige Nutzung liegt an der guten Eignung zur Mutterkuhhaltung. Robuste Natur, gute Wesensart und korrektes, starkes Fundament erlauben die problemlose extensive Haltung auf Weiden und Almflächen. Langlebigkeit und hohe Widerstandskraft sind wichtige Eigenschaften für die Mutterkuhhaltung. Die besondere Fleischqualität, verbunden mit feiner Faserung, Zartheit und ansprechender Marmorierung ist als besonderes Ausgangsprodukt in der gehobenen Rindfleischküche geschätzt. Reinrassige Murbodner-Einsteller erfreuen sich großer Nachfrage, weil sie sich für die Weidemast optimal eignen. Auch für spezielle Markenfleischprogramme wie die Mastochsenproduktion (Murbodner Qualitätsochse, Fa. Tann) und den Almochsen (Almo) sind Murbodner sehr begehrt.

Herkunft und Entwicklung
Das Ursprungsgebiet des Murbodners ist die Steiermark. Die Rasse gehört in die Gruppe der einfärbigen, hellen Höhenviehrassen und stammt vom Mürztaler Typus ab. Das Murbodnerrind wird heute überwiegend in der Mutterkuhhaltung gezüchtet, es gibt aber auch noch einige Betriebe, die den Murbodner als Doppelnutzungsrasse halten.

Es wird die mittelrahmige Kuh mit guter Bemuskelung, Mastfähigkeit und entsprechender Frühreife angestrebt. Dem geräumigen fest angesetzten Milcheuter wird besondere Beachtung geschenkt. Gesundheit, Widerstandsfähigkeit, Langlebigkeit und hohe Fruchtbarkeit sind dem Rind seit jeher in hohen Maßen eigen. Die Fleischleistung (gute Marmorierung und Feinfasrigkeit) und die gute Mastleistung sind weitere positive Merkmale des Murbodner Rindes.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 20.000 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,1%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

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Foto: Edlerhof.at

Rassenkennzeichen
Typisch für das Montafoner Braunvieh ist der mittelgroße Rahmen und die klassische Nutzung für Milch und Fleisch. Die Widerristhöhe beträgt im Durchschnitt 128 cm, das durchschnittliche Lebendgewicht liegt bei 550 kg. Der Geschlechtsdimorphismus ist stark ausgeprägt. Daher liegt die Widerristhöhe der Stiere bei 136 cm im Durchschnitt und das Lebendgewicht bei 850 kg. Die Farbe ist einheitlich braun bzw. dunkelbraun. Hornspitzen, Flotzmaul und Klauen sind dunkel pigmentiert. Das Flotzmaul ist von einem hellen Rand gesäumt.

Nutzungsrichtung
Die Mastfähigkeit bei guter Fleischqualität ist gleichrangig neben der Milchleistung von 4000 – 5000 kg bei guten Inhaltsstoffen im Zuchtziel enthalten. Das Original Braunvieh besitzt eine gute Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche klimatische Verhältnisse und kann vor allem Grenzertragsstandorte optimal nutzen, da es seine Leistungen aus dem Grundfutter erbringt. Das Original Braunvieh ist genügsam, besitzt eine hohe Vitalität und eine lange Nutzungsdauer. Als altes Kulturgut unterstreicht es den Charakter unseres alpinen Landschaftsraumes.

Herkunft und Entwicklung
Aus den vielen verschiedenen Landschlägen im 19. Jahrhundert (um 1800 soll es 17 verschiedene Landschläge gegeben haben, die sich zum Teil nur in der Farbe unterschieden), wurde auf Initiative des „landwirtschaftlichen“ Vereins, der sich 1862 in Vorarlberg gegründet hat, das milchergiebige Montafonerrind zur Landesrasse auserwählt. Durch gezielte Zuchtarbeit – nur der Einsatz von Montafonerstieren wurde gefördert – und durch die Abhaltung von Lehr und Leistungsschauen seit dem Jahre 1869 wurden die Landschläge mehr und mehr verdrängt und das Original Braunvieh etabliert.

Im Laufe der Jahre wurde der Typ des Braunviehs immer wieder variiert und vom ursprünglichen Milchtyp über den kleinen, gedrungenen „Wirtschaftstyp“ bis zum heutigen großrahmigen, milchbetonten Zweinutzungstyp gezüchtet. Dies hatte zur Folge, dass das ursprüngliche Original Braunvieh immer mehr verdrängt wurde und heute nur mehr in wenigen Exemplaren reinrassig erhalten geblieben ist. Die Mastfähigkeit bei guter Fleischqualität ist gleichrangig neben der Milchleistung von 4000 – 5000 kg bei guten Inhaltsstoffen im Zuchtziel enthalten.

Das Original Braunvieh besitzt eine gute Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche klimatische Verhältnisse und kann vor allem Grenzertragsstandorte optimal nutzen, da es seine Leistungen aus dem Grundfutter erbringt. Das Original Braunvieh ist genügsam, besitzt eine hohe Vitalität und eine lange Nutzungsdauer. Als altes Kulturgut unterstreicht es den Charakter unseres alpinen Landschaftsraumes.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 4.200 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,24%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

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Foto: geneticAUSTRIA GmbH / Shutterstock

Rassenkennzeichen
Das Pinzgauer Rind ist mittel- bis großrahmig, mit einem auffallend langen Rumpf und kurzem Kopf. Es ist kastanienbraun mit breitem, weißem Streifen vom Widerrist über den Rücken, der Hinterseite der Oberschenkel sowie vom Bauch bis zur Unterbrust. Der Schwanz ist ebenfalls weiß, die Klauen zeichnet ihre dunkle, harte Beschaffenheit aus. Über den Unterschenkeln und in der Regel auch über den Oberarmen laufen weiße Binden. Gelegentlich findet man auch Tiere mit schwarzer Fellfärbung, welche sich großer Beliebtheit erfreuen. Der genetisch hornlosen Variante, auch bekannt unter „Jochberger Hummel“, kommt in der Mutterkuhhaltung als auch in der Milchviehzucht wachsende Bedeutung zu.
Pinzgauer haben eine gute Brust- und Flankentiefe sowie eine ausgeprägte Oberschenkel-Bemuskelung. Jahrhundertelange Zuchtarbeit unter schwierigsten Voraussetzungen haben das Pinzgauer Rind zu einer besonders widerstandsfähigen und robusten Rasse geformt. Heute ist diese Rasse weltweit in mehr als 30 Staaten verbreitet.

Nutzungsrichtung
Original Pinzgauer sind eine der letzten bodenständigen Rassen im Alpengebiet mit umweltbedingter Härte und Anpassungsfähigkeit. Dank ausgeprägtem Mutterinstinkt und gutmütigem Temperament ist es auch in der Mutterkuhhaltung sehr beliebt – bemerkenswerte Qualität, feine Faserung, Saftigkeit und gute Marmorierung zeichnen das Fleisch dieser Rinderrasse aus. Original Pinzgauer sind eine der letzten bodenständigen Rassen im Alpengebiet mit umweltbedingter Härte und Anpassungsfähigkeit. Dank ausgeprägtem Mutterinstinkt und gutmütigem Temperament ist es auch in der Mutterkuhhaltung sehr beliebt – bemerkenswerte Qualität, feine Faserung, Saftigkeit und gute Marmorierung zeichnen das Fleisch dieser Rinderrasse aus.

Herkunft und Entwicklung
Das Pinzgauerrind hat seinen Ursprung in den Bergen und Tälern im weiten Umkreis der Hohen Tauern sowie der nördlichen und südlichen Kalkalpen. Die Pinzgauer sind in Österreich überwiegend in der Doppelnutzung vertreten, durch Einkreuzung mit Red Holstein wurde versucht, die Milchleistung zu verbessern. Weltweit ist diese Rasse für die Mutterkuhhaltung besonders anerkannt. Die extensiven Haltungsformen in den Alm- und Bergregionen des Ursprungszuchtgebietes führten zu einer hohen Anpassungsfähigkeit an schwierige Standorte. Daneben zeichnen die Rasse Leichkalbigkeit, Fruchtbarkeit und gutes Fundament mit einer harten Klaue für die Mutterkuhhaltung aus. Eine spezielle Variante des Pinzgauer Rindes stellen die genetisch hornlosen Jochberger Hummeln dar.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 40.000 Tiere
Rassenanteil in Österreich 2%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

Rassenkennzeichen
Das Piemonteser Rind ist eine mittelgroße Rinderrasse. Die Kühe sind hellgrau mit dunklem Flotzmaul und After sowie einer dunklen Scheide. Die Bullen sind insgesamt dunkler, besonders bei der Schulter, am Oberarm und in der Umgebung der Augen und Schwanzquaste. Die Tiere haben mächtige Muskelmassen an Nacken, Schulter und Keule und sind relativ feinknochig und behornt. Die Kälber werden rötlich gelb geboren und färben sich nach einigen Monaten um.

Nutzungsrichtung
Piemonteser sind eine reine Fleischrasse, in der häufig Doppellender vorkommen. Sie zeichnen sich durch ihre hohen Tageszunahmen, ihre gute Schlachtkörperqualität und ihren geringen Fettanteil aus.

Herkunft und Entwicklung
Ursprünglich in Italien als leistungsstarke, gut bemuskelte Fleischrasse gezüchtet.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich4 500 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,03%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

Rassenkennzeichen
Die Pustertaler Sprinzen sind überwiegend weiß, wobei die Übergänge zu den rot, braun oder schwarzgefärbten Körperpartien speziell an den Flanken aussehen, als seien sie mit Farbe bespritzt worden. Von dieser speziellen Zeichnung kommt auch der Name „Sprinzen“. Die gut mittelrahmigen Tiere besitzen einen tiefen, langen Rumpf und einen kräftigen Hals.

Nutzungsrichtung
Die Pustertaler Sprinzen sind eine Doppelnutzungsrasse und eignen sich dank ihrer Muskelfülle, ihrer gesunden Beine, der guten Fruchtbarkeit und guter Zunahmen bestens zur Mutterkuhhaltung. Aufgrund harter Klauen, eines korrekten Fundaments und ihrer Robustheit eignet sich die Rasse ebenfalls für die Bewirtschaftung extremer Gebiete.

Herkunft und Entwicklung
Pustertaler Sprinzen entstanden aus der Einkreuzung von Tuxerrindern in südlich der Zentralalpen beheimatete Schläge. Die Bezeichnung Sprinzen kommt von der typischen Farbzeichnung: Die Regionen zwischen Weiß-, Rot-, Braun- bzw. Schwarzfärbung sehen aus wie mit Farbe bespritzt. Pustertaler Sprinzen sind äußerst robust und anspruchslos und eignen sich für die Bewirtschaftung von extremen Gebieten.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 4.000 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,2%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

Rassenkennzeichen
Salers ist ein mittel- bis großrahmiges Rind und hat eine helle bis dunkelrotbraune Mahagonifarbe. Vereinzelt tritt auch ein schwarzes Gen auf. Die Schleimhäute sowie das Flotzmaul sind hell. Die Schwanzquaste ist grau bis cremefarben. Das Haarkleid ist meist gelockt. Der Kopf ist kurz und dreieckig, die langen Hörner haben eine ausladende, nach außenstehender Form. Hornlosigkeit kann auftreten. Die Tiere haben einen geraden Rücken und ein langes und breites Becken bei gleichmäßiger guter Bemuskelung. Sie verfügen über starke, feste Gliedmaßen und harte schwarze Klauen.

Nutzungsrichtung
Das Salers Rind ist eine Robustrasse und wird als Fleischrind in der Mutterkuhhaltung genutzt. Das Fleisch dieser Rinderrasse ist gut marmoriert und schmackhaft. Zusätzlich ist diese Rasse sehr berggängig, zäh, anspruchslos und langlebig.

Herkunft und Entwicklung
Die Rasse Salers gehört zu den ältesten Rinderrassen Frankreichs. Sie stammt aus den vulkanischen Bergen des französischen Zentralmassivs und gehört zum Rasseblock des europäischen Rotviehs. Das Salers-Rind wird in Europa als eine der ältesten und genetisch reinsten angesehen. Die Rasse war ursprünglich eine Dreinutzungsrasse (Milch, Fleisch, Arbeit) wird aber seit 1960 auf Fleischleistungsmerkmale selektiert.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 200 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,01%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

Rassenkennzeichen
Das schottische Hochlandrind kommt in sämtlichen Farben von rot, dun (grau), schwarz, gelb und weiß vor. Das Haar ist dicht, lang und nur leicht gewellt. Der Kopf ist gekennzeichnet durch die große Stirnbreite bzw. den großen Augenabstand - jedoch kurzer Abstand zwischen Augen und Maul. Typisch ist der gut ausgeprägte Haarschopf an Stirn und über den Augen, sowie die mächtig ausladenden Hörner. Ohren sind buschig behaart. Die Füße sind im Vergleich zu anderen Rinderrassen kurz. Das Hochlandrind darf nicht hochbeinig wirken. Die Hörner, weit ausladend und symmetrisch, sind ein weiteres, typisches Kennzeichen des Hochlandrindes.

Nutzungsrichtung
Das Hochlandrind ist ein extensives Fleischrind. Es ist robust, widerstandsfähig, winterhart, langlebig, spätreif und leichtkalbend bei sehr guten Muttereigenschaften.

Herkunft und Entwicklung
Wie der Name sagt, stammen die Hochlandrinder aus den Scotish Highlands – einer eher unwirtlichen Gegend. Die Rasse ist dort seit Jahrhunderten beheimatet (die ersten Erwähnungen finden sich im 6. Jahrhundert) und entsprechend der rauen Verhältnisse verlief die natürliche Selektion stark in Richtung Widerstandsfähigkeit. Ursprünglich gab es dort zwei Typen von Hochlandrindern: Die schwarzen Kyloe, die auf den Inseln nordwestlich von Schottland lebten und die rötlichen, etwas größeren Rinder in den Highlands. Durch Kreuzungen aus beiden Typen entstanden die heutigen Hochlandrinder und neben den Farben Schwarz und Rot gibt es auch gelb, weiß und silber-weiß. 1884 wurde das Herdebuch gegründet und bereits um diese Zeit wurden sie nach Amerika exportiert und fanden bald weltweite Ausbreitung.

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 13.000 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,7%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

Rassenkennzeichen
Das Tiroler Grauvieh ist silber- bis eisengrau, gelegentlich mit bräunlichem Anflug und mit einem schwarzen Flotzmaul. Charakteristisch ist am Rücken der weiße Aalstrich. Dunklere Farbschattierungen treten in der Umgebung der Augen, an Hals und Schultern sowie an der Außenseite der Schenkel auf. Die Umgebung des Flotzmaules, die Innenseite der Ohren, die Rumpfunterseite und das Euter sind nahezu weiß. Die Stiere sind dunkler und oft hell gesattelt. Ein weiteres Kennzeichen dieser Rasse sind die dunklen Klauen und Hörner.

Nutzungsrichtung
Das Tiroler Grauvieh ist eine Zweinutzungsrasse. Es kann als Milchrasse unter erschwerten Umweltbedingungen, als Fleischrasse in allen Produktionslagen sowie als Gebrauchskreuzung mit Fleischrassen eingesetzt werden.

Tiere dieser Rasse eignen sich besonders gut für „Low Input Systeme“, da dort ihre Anspruchslosigkeit, ihre gute Futterverwertung, ihre Leichtkalbigkeit, ihre Vitalität, ihr guter Körperbau, ihre funktionellen Euter und ihre hervorragende Milchqualität voll zur Geltung kommen.

Herkunft und Entwicklung
Es handelt sich um eine alte, autochthone österreichische Rinderrasse. Zur Zeit der Völkerwanderung durchmischte sich das heimische bodenständige ligurisch-keltische Rind mit dem Vieh der sich ansiedelnden Alemannen. Aus dieser Kreuzung entwickelten sich im Laufe vieler Jahrhunderte verschiedenste Landschläge. Ende des 19. Jahrhunderts trennten sich die Schläge in die Rassen Braunvieh und Grauvieh auf.

 

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 20.000 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,9%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

Rassenkennzeichen
Das Tux-Zillertaler Rind ist ein klein- bis mittelrahmiges Rind mit großer Körpertiefe und feinem Knochenbau, trockenem Fundament und festen Klauen. Charakteristisch ist die rote, braune und schwarze Farbe mit weißer Zeichnung am Rücken im Bereich des Kreuzbeins, das sogenannte Federl. Der Schwanz sowie Unterbauch und Unterbrust sind weiß, Hornspitzen und Klauen dunkel pigmentiert.

Nutzungsrichtung
Das Tux-Zillertaler Rind ist eine fleischbetonte Zweinutzungsrasse, die sich durch leichte Geburten, hohe tägliche Zunahmen und gute Fleischqualität auszeichnet. In der Milchleistung liegt das Zuchtziel bei 4.500kg Milch, die möglichst aus dem Grundfutter produziert werden sollen. Dies ist wichtig, um in der Mutterkuhhaltung, welche die Hauptnutzung darstellt, das Kalb ausreichend mit Milch zu versorgen. In der Qualitätsfleischproduktion werden ein breiter Rücken, eine gute Behosung und die Erhaltung der bekannt guten Fleischqualität angestrebt.

Herkunft und Entwicklung
Das klein- bis mittelrahmige Tux-Zillertaler Rind war im vorigen Jahrhundert im Tiroler Unterland am weitesten verbreitet, in den 70er Jahren gab es nur mehr 30 Tiere dieser Rasse. Sie sind schwarz (Tuxer) oder kräftig rotbraun (Zillertaler) mit weißen Abzeichen auf Beckengegend und Schwanzansatz, Milchspiegel und am Euter bzw. Unterbauch und weißem Schwanzende.Typisch ist ein kurzer, breiter Kopf mit starken Hörnern sowie kurze Beine und ein breiter, kompakter und stark bemuskelter Rumpf. Eine Besonderheit dieser Rasse war – ähnlich wie beim eng verwandten Eringerrind – die Zucht auf Kampfeigenschaften. Der Siegerkuh des sogenannten Kuhstechens, der „Moarin“, verdankte der Besitzer nicht nur hohes Ansehen, sondern auch teilweise die beste Weide. Da diese Eigenschaft zum fast völligen Verschwinden dieser Rasse beigetragen hat, ist sie heute nicht mehr im Zuchtziel. Die Genügsamkeit dieser Rasse und Leistung bei schlechtesten Umweltbedingungen machen sie heute für die Mutterkuhhaltung im Bergland wieder interessant. Hervorzuheben ist auch die gute Fleischqualität mit niedrigem Fettanteil und Feinfasrigkeit.

 

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 3.000 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,16%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

Rassenkennzeichen
Das Wagyu ist ein frühreifes mittelrahmiges Rind mit leichtem Kopf, kurzen nach oben gebogenen Hörnern, langer Mittelhand mit angemessener Tiefe, harmonischen Übergängen, feinen trockenen Gliedmaßen mit festen Klauen. Die Zuchtreife bei weiblichen Tieren liegt bei frühestens 16 Monaten und einem Mindestgewicht von 300 kg, bei männlichen Tieren bei 12 Monaten. Das Wagyu ist überwiegend einfarbig schwarz, aber auch braune Tiere werden anerkannt, und zeigt dunkle Klauen und ein dunkles Flotzmaul.

Nutzungsrichtung
Die Nutzung von Wagyu-Rindern konzentriert sich hauptsächlich auf die Fleischproduktion. Das Fleisch zeichnet sich durch seinen hohen Fettanteil und die feine Marmorierung aus, was zu einer außergewöhnlichen Zartheit und Geschmack führt. Aufgrund dieser Merkmale wird Wagyu-Fleisch als Delikatesse betrachtet und oft in gehobenen Restaurants für qualitativ hochwertige Steakgerichte verwendet. Die Marmorierung des Fleisches entsteht durch die genetische Veranlagung der Wagyu-Rinder und ihre spezielle Aufzucht. Die Tiere werden oft mit besonderer Sorgfalt und spezieller Fütterung behandelt, um die Marmorierung zu fördern.

Herkunft und Entwicklung
Wa Gyu bedeutet übersetzt japanisches Rind und ist eigentlich ein Überbegriff für vier japanische Fleischrinderrassen. Den mit mehr als 90% höchsten Anteil unter den vier Fleischrinderrassen hat das Kuroge Washu, (übersetzt japanisches Schwarzvieh). Sie ist in der Regel die Rasse, die außerhalb Japans gemeingültig als Wagyu bezeichnet wird. Die als „rote Wagyu“ bezeichneten Tiere gehören in Japan der Rasse Akaushi (japanisches Braunvieh) an. Daneben gibt es noch japanische Hornlose und japanische Shorthorn – beide wurden allerdings nie aus Japan exportiert.

Das schwarze Wagyu gliedert sich in drei Hauptlinien, die aus verschiedenen Regionen stammen: Die Tajima (oder Tajiri) -Linie ist die berühmteste der Linien. Sie geht auf den 1939 geborenen Stier „Tajiri“ zurück. Die etwas kleineren, spätreiferen Rinder haben den höchsten Anteil an intramuskulärem Fett bei einem hohen Anteil von ungesättigten Fettsäuren und werden auch in Japan für ihre Fleischqualität geschätzt. Das Fleischlabel „Kobe Beef“ geht zum Beispiel auf diese Linie zurück. Die Shimane (Fujiyoshi)-Linie sind ausgeglichene Tiere mit guten Wachstumsraten bei guter Milch-und Fleischleistung und guten Muttereigenschaften. Die Kedaka (oder Tottori) -Linie stellt die großrahmigen Vertreter innerhalb der Rasse. Die Fleischqualität der Tiere ist unterschiedlich, dafür zeichnet sie im Vergleich zu den anderen Linien eine gute Milchleistung aus. Die Linie geht auf den 1959 geborenen Stier Kedaka zurück. Natürlich werden diese drei Hauptllinien auch untereinander kombiniert. Allerdings ist die Diversität der Wagyu im Phänotyp aufgrund dieser Linienzucht etwas ausgeprägter als bei europäischen Rinderrassen.

1976 wurden zwei schwarze Wagyu der Tottori-Linie und zwei rote Wagyu in die USA zur Colorado University importiert. 1993 folgte dann ein weiterer Import in die USA von zwei männlichen und drei weiblichen Tieren der Tajima-Linie zur Washington State University. Es folgten weitere Importe in die USA – insgesamt waren es 168 Tiere – hauptsächlich schwarze Wagyus. Die Ausfuhr von Wagyurindern, Embryonen oder Samen aus Japan wurde verboten. Die Wagyu-Population außerhalb Japans beruht daher ausschließlich auf diesen 168 Tieren. Die ersten Wagyu in Österreich wurden vor rund 10 Jahren geboren, der aktuelle Bestand beträgt rund 300 Tiere.

 

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 2.800 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,15%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

Rassenkennzeichen
Das Waldviertler Blondvieh ist kleinrahmig, langlebig und vor allem in der Milchleistung ein spätreifes Rind mit einem schmalen Körper, feingliedrigem Knochenbau und durchschnittlicher Bemuskelung. Die Farbe der Tiere ist nahezu weiß, hellblond bis semmelfarben mit fleischfarbigem Flotzmaul und gelbbraunen Hörnern und Klauen.

Nutzungsrichtung
Diese Rasse zählt zu den fleischbetonten Zweinutzungsrindern. Das sehr feinfaserige Fleisch, verbunden mit guter Fruchtbarkeit und problemlosen Abkalbungen bei den Kühen, machen das Waldviertler Blondvieh zur idealen Rasse für die Mutterkuhhaltung zur Erzeugung von Qualitätsfleisch auf weniger ertragreichen Böden.

Herkunft und Entwicklung
Das Blondvieh im Waldviertel entstand aus der Vermischung aus altillyrischen-keltischem Rind mit Frankenvieh und regelmäßiger Einkreuzung von Mürztaler und Mariahofer.
Bis zum 2. Weltkrieg lag der Schwerpunkt der Blondviehzucht auf der Arbeitsleistung, in zweiter Linie stand die Fleisch-und an letzter Stelle die Milchleistung.

1933 wurde der Verband Waldviertler Blondvieh gegründet, wodurch die Rasse einen bedeutenden Aufschwung erlebte. Ab 1960 wurde das leistungsstarke Fleckvieh eingekreuzt und das bodenständige Blondvieh zusehends verdrängt. 1982 wurde mit den letzten 23 Kühen und 3 Stieren ein Zuchtprogramm zur Erhaltung gegründet.

 

 

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 2.400 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,1%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

Rassenkennzeichen
Der Weiß-Blaue Belgier ist ein mittelgroßes, schweres Rind mit teils massiger Muskulatur. Die Tiere kommen in den Farben weiß- und blauweiß-gescheckt und gelegentlich auch schwarz-weiß vor. Sie haben einen kleinen Kopf, dünne Haut und sind gehörnt.

Nutzungsrichtung
Bei dieser Rinderrasse gibt es einen Zweinutzungstyp (Fleisch-Milch) und einen Fleischtyp. Diese Rasse ist frühreif und hat beste Schlachtkörperqualität. Außerdem ist ein hoher Anteil wertvoller Teilstücke bei dieser Rasse vorhanden. Die konsequente Selektion auf Muskelhypertrophie führte zum gehäuften Auftreten von Doppelendern. In Österreich wird die Rasse vor allem als Kreuzungspartner für Milch und Doppelnutzungsrassen eingesetzt.

Herkunft und Entwicklung
Auf zwei Landschläge zurückgehend, in die auch Charolais und Shorthorn eingekreuzt wurden. In den 60er und 70er Jahren wurde verstärkt auf Hypertrophie (Doppellender) selektiert und dieses Gen in der Population fixiert. Dadurch werden ausgezeichnete Ergebnisse in der Ausschlachtung erzielt.
In Österrreich ist das hauptsächliche Einsatzgebiet die Gebrauchskreuzung, insbesondere mit Milchrassen. Ein Problem in der Reinzucht ist der Anteil an Schwergeburten.

 

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 18.000 Tiere
Rassenanteil in Österreich 1%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

Rassenkennzeichen
Das Zwerg Zebu ist ein kleinrahmiges Rind mit einem Buckel. Der Kopf erhält durch die schmale Stirnpartie ein längliches Erscheinungsbild. Die Gliedmaßen sind relativ lang und feingliedrig, die Hinterhand weist oftmals ein abgezogenes Becken und einen tiefen Schanzansatz auf. Die Hörner der jüngeren Tiere führen meist gerade nach oben, bei älteren Tieren sind sie in der Regel länger und biegen sich nach vorne. Zwerg Zebus können in den Farben Braun, Schwarz und Weiß und auch gescheckt und gesprenkelt sein. Oft haben die Tiere einen Aalstrich, Abzeichen am Kopf, wie Blesse oder Stern, sind selten aber erlaubt.

Nutzungsrichtung
Zwerg-Zebus sind sehr anspruchslose, hitzeresistente und gegen viele tropische Krankheiten unempfindliche Tiere. Sie eignen sich sehr gut für die extensive Haltung und als Mutterkühe.

Herkunft und Entwicklung
Die Rasse hat ihren Ursprung in Asien (in Sri Lanka und Kaukasien). Heute ist sie in ganz Europa verbreitet.

 

Statistik und Verbreitung

Region Anzahl
Österreich 1.200 Tiere
Rassenanteil in Österreich 0,06%

 

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria

Quelle: Rinderzucht Austria & Fleischrinder Austria